Heute mal Mischtechnik!

Du kennst es sicher: Wenn du ein Bild herstellen möchtest, musst du ein paar Entscheidungen treffen, bevor du wirklich anfangen kannst.

Eine der schwierigsten Entscheidungen ist natürlich die Frage nach dem Motiv. Was male ich heute? Damit ich nicht zu lange grübelnd vor einem weißen Papier sitzen muss, wenn mich die Mallust überkommt, sammle ich Motive in einem Skizzenbuch oder per Foto in meinem Handy. Wenn ich also loslegen möchte, suche ich mir einfach ein Motiv aus meiner Sammlung aus.

Die zweite Entscheidung ist, wie male ich. Dabei geht es nicht darum, ob ich heute einfach mal im Schlafanzug bleibe oder vielleicht im Kopfstand mein Glück versuche, sondern mit welcher Technik ich mein Bild verwirklichen möchte. Die gängigsten Malformen sind: Wasserfarbe/Deckfarbe oder Aquarellfarbe, Temperafarbe, Acrylfarbe, Ölfarbe oder Gouachefarbe.

Darüber hinaus gibt es Zeichentechniken, wie Graphitstift (Bleistift) und Kohle. Mit Tusche kann man sowohl zeichnerisch (mit Tuschefeder) als auch malerisch (mit Pinsel) arbeiten. Auch die Kreide (Ölkreide oder Pastellkreide) ist ein Alleskönner. Mit ihr kann man ebenfalls malen und zeichnen.

Jede Mal- und Zeichenform hat ihre Gesetzmäßigkeiten und Regeln, Vor- und Nachteile. Ich persönlich bin, was die Kunst betrifft, kein großer Fan von Regeln, dafür aber einer von Vorteilen, daher finde ich Mischtechniken besonders spannend. Hier kannst du nämlich das Beste aus allen Technikwelten für dich nutzen.

Mischtechnik verleiht deinen Werken Ausdrucksstärke. Die Ausdrucksmöglichkeiten erweitern sich, da du auf viel mehr Hilfsmittel zurückgreifen kannst. Wenn du beispielsweise einen Bereich in deinem Bild betonen möchtest, verwendest du dezente Techniken für die Gesamtkomposition und überraschst den Betrachter bei der einen Stelle mit einer Technik, die dir einen knalligen Farbauftrag ermöglicht.

Sie macht Werke noch einzigartiger: Dein Bild wird viel individueller, wenn du verschiedene Techniken miteinander kombinierst. Auf diese Weise bist du viel schneller an dem Punkt, dass du etwas geschaffen hast, was wirklich noch niemand vor dir erreicht hat.

Sie eröffnet dir die Welt der Collage: Mischtechnik bedeutet auch, dass du beispielsweise andere Blätter, Zeitungsfetzen, bunte Servietten, getrocknete Blüten oder sonstige Schnipsel in deine Bilder integrieren kannst. Dadurch wird dein Bild zur Collage, einem geklebten Werk. Darüber kann man wiederum Farbe auftragen, um die Dinge miteinander zu verbinden oder ihnen eine andere Bedeutung zu geben. Auch im Leinland-Buch gibt es eine Collage. in der Marktplatzszene in Wiesdorf habe ich Zeitungen, Backpapier und farbige Schnipsel verarbeitet. Erkennst du, an welchen Stellen?

Das Malen mit Mischtechnik macht Spaß, denn alles ist erlaubt: Malen, zeichnen, kleben, klatschen, schneiden, stempeln, rollen, wischen, tupfen, kratzen usw. Aus dem Malen mit Mischtechnik kannst du ein richtiges Event machen und gleichzeitig damit erfolgreich sein. Es gibt beispielsweise berühmte Künstler, die ihre Leinwand zerschneiden oder Nägel hineinhauen. Die Museen sind voll davon. Nur Mut also!