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Leinland-Ideen werden Wirklichkeit

Es gibt über 90 Milliarden Bäume in Deutschland. Rund ein Drittel der Gesamtfläche des ganzen Landes ist mit Wald bedeckt. Etwas mehr als die Hälfte wird von Nadelbäumen in Beschlag genommen (57 % des Waldgebiets). Die kleinere Hälfte (43%) nehmen die Laubbäume ein. Will man also Landschaftsbilder aus seiner Umgebung malen, kommt man um das Motiv Baum nicht drum herum.
Ich male gerne Bäume, denn Bäume sind sehr spannende und vor allem geduldige Motive. Man kann sich prima mit einem Blatt und einem Stift davorsetzen und zeichnen, ohne, dass man Gefahr läuft, das Motiv steht auf, räkelt sich und geht weg, wie meine Katze beispielsweise.
Wie ihr sicher schon festgestellt habt, sehen unsere Bäume nicht alle gleich aus. Experten haben mal nachgezählt: Unser Wald in Deutschland besteht aus rund 51 Baumarten.

Kennt ihr die alle? Ich kenne nur einen kleinen Teil davon, muss ich gestehen. Aber macht ja nichts, dann gibt es für mich auf Spaziergängen immer noch viel Neues zu entdecken. Ich habe festgestellt, je länger man sich einen Baum anschaut, desto stärker fallen einem die Unterschiede zu anderen Bäumen auf, daher male ich zwischendurch immer wieder gerne Bäume, denn dann muss man ganz genau hinschauen.

Die häufigsten Arten in Deutschland sind: Fichte, Kiefer, Buche und Eiche. Nehmen wir die doch mal unter die Lupe:

Die Fichte kommt dem klassischen Weihnachtsbaum am nächsten. Lange Äste wachsen wie lange Wedel direkt aus einem relativ geraden Stamm. Von diesen Ästen gehen dann im Idealfall recht regelmäßig dünne Äste ab, die sich wiederum fein verästeln und die Nadeln tragen. Die dünnen Äste hängen gerade bei ausgewachsenen Bäumen ein wenig herunter.

Das Wachstum der Waldkiefer erinnert mit seinen verschachtelten Verästelungen eher an einen Laubbaum. Die langen, dünnen Nadeln, die nicht so gleichmäßig am Ast wachsen, wie bei der Fichte, sondern eher in Büscheln zu allen Richtungen abstehen, wirken auf die Entfernung fast schon puschelig weich. Das Holz ist im Vergleich etwas heller.

Die Buche ist meiner Meinung nach der klassischste aller Laubbäume: Langer, glatter, brauner Stamm und eine dichte, kugelförmige Krone mit lauter kleinen, getupften Blättern. Wusstest du, dass die Buche bis zu 45 Meter hoch werden kann? Damit überragt sie viele der heimischen Bäume.

Die Eiche wächst sehr langsam in die Höhe, dafür kann sie aber auch sehr alt werden, nicht selten 800 bis 1.000 Jahre. Ihr Stamm ist eher rau und zerklüftet und die alten Bäume haben oft knorrige, dicke Äste und einen umfangreichen Stamm. Das Laub ist nicht ganz so gleichmäßig verteilt, wie bei der Buche. Oft blitzen die Äste durch. Das oft einzigartige Wachstum der Eiche macht sie als Bildmotiv sehr interessant.

Ich habe schnelle Skizzen zu jedem der vier Bäume erstellt, um mich mit den Formen auseinanderzusetzen. Macht ihr das doch auch mal. Es gibt hunderte Möglichkeiten, diese Bäume zu malen. Denn man muss beim Malen immer wieder Entscheidungen treffen, wie beispielsweise: Tupfe ich die Blätter oder deute ich sie nur wolkig an? Wie detailliert male ich den Baum insgesamt? Wie viele Farben setze ich ein?

Wald versus Einzelgänger
Beachte: Im Waldverbund wachsen Bäume anders als allein auf der Wiese. Im Wald haben viele Bäume im unteren Bereich wenig bis kein Laub bzw. Nadeln, da nur wenig Licht in die unteren Waldschichten dringt. Auf der freien Wiese hingegen können sie sich zu allen Seiten ausstrecken.
Es gibt auch einen großen Unterschied zwischen alten und jungen Bäumen. Bei alten Bäumen hängen die Zweige eher herunter, während bei jungen Bäumen Zweige nach oben streben. Alte Bäume haben manchmal Bereiche, an denen kein Grün mehr wächst, während die Begrünung bei jungen Bäumen vergleichsweise gleichmäßig ist.

Bäume in Leinland
In Leinland sehen die Bäume häufig ganz anders aus als in unserer Welt. Ich habe gehört, dass es in Leinland Bäume gibt, die statt Blätter bunte Regenschirme in ihren Kronen tragen (auch Schirmchenbäume genannt) und auch Bäume, denen automatisch Schaukeln oder Hängematten von den Ästen baumeln (Der gemeine Schaukelbaum). Im Süden von Leinland soll es sogar Bäume geben, die innen hohl sind und deren Hohlraum so groß ist, dass man direkt dort einziehen kann.
Hast du auch eine Idee für einen total verrückten Wald oder Baum für Leinland? Wie sähe der aus? Mal ihn uns!

Und hier noch ein paar interessante Infos zu Bäumen:

Der höchste Baum Deutschlands heißt Waldtraut, Waldtraut vom Mühlenwald.
Waldtraut vom Mühlenwald wächst bei Freiburg und ist eine Douglasie. Ihre Größe liegt bei ca. 70 Metern. Sie ist mit ihren 100 Jahren aber noch jung und kann noch viel wachsen. Der höchste Baum der Welt ist 50 Meter höher als sie, vielleicht schafft sie den noch irgendwann.

Die ältesten Bäume Deutschlands sind:

Die Linde von Schenklengsfeld
In der hessischen Gemeinde Schenklengsfeld steht eine Linde. Experten schätzen ihr Alter auf über 1.200 Jahre. Ihre Krone hat einen Durchmesser von über 25 Metern Breite. (Wahrscheinlich passt dein Wohnhaus drunter.) Die Dorfbewohner haben eine Art „Rollator für Bäume“ entwickelt: Rundherum haben sie ein Holzgerüst gebaut, damit die alte Linde ihre schweren Äste dort abstützen kann.
Die alte Eibe von Balderschwang
Bei dieser Eibe streiten sich die Experten. Die einen halten ihn für junge 800 Jahre, andere wiederum für 2.000 Jahre alt. Der Kompromiss liegt bei 800 bis 1.500 Jahre.

Wusstest du, dass eine ausgewachsene Buche pro Tag so viel Sauerstoff produziert, dass 26 Menschen davon einen Tag lang atmen können? Ohne Bäume würde uns also ganz schön die Puste ausgehen, ganz ohne Corona.

1 Comment

  1. Katrin Echtermeyer
    30. Oktober 2020 @ 14:19

    Liebe Carolin,
    Ich finde dein Leinland großartig. Du hast so tolle Ideen.
    Mach bloß weiter damit.
    Ganz liebe Grüße

    Reply

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