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Leinland-Ideen werden Wirklichkeit

Das Tolle ist, dass in der Kunst eine Ameise vor Publikum Kunststücke vorführen und ein Kletterer Pfannkuchenberge bezwingen kann. Heute möchte ich euch die Collage vorstellen, die sich hervorragend für das Geschichtenerzählen eignet. Der Begriff „Collage“ stammt übrigens aus dem Französischen: Coller heißt kleben.

Anfang des 20. Jahrhunderts begannen Künstler damit, Dinge aus dem Alltag in den eigenen Bildern zu verwerten: Zeitungsschnipsel, Servietten aus dem Lieblingslokal, Bahnfahrtkarten und sogar Gitarrenseiten fanden ihren Weg auf die Leinwand. Eigentlich hatte man die Vorstellung, dass Künstler Dinge mit Farbe oder mit Stift schön abmalen oder zeichnen, dass sie nun plötzlich anfingen Dinge, so wie sie waren, aufzukleben, war neu. Einige Leute waren von dieser Idee begeistert und viele Künstler folgten dem Beispiel, andere wiederum fanden die Collage unmöglich und wollten sie aus der Kunst verbannen.

Dass diese Kunstform heute immer noch aktuell ist, zeigt uns das Internet. Hier kannst du sehr schöne Beispiele von einem irischen Künstler & Grafiker Martin O’Neill bewundern: https://www.cutitout.co.uk/

Man kann bei der Collage Dinge aller Art miteinander kombinieren, angefangen von Fotos, über Zeitschriften, Alltagsgegenständen, Müll, Stoffe, Pflanzen und ähnliches. Geklebtes kann auch mit Malerei kombiniert werden. Der berühmte Künstler Salvador Dali hat das gerne getan. Hier könnt ihr euch Collagen von ihm anschauen https://www.thedaliuniverse.com/en/collection/universal-tarot

Jetzt du!

Versuche doch auch mal, eine Collage herzustellen! Nimm dir alte Zeitungen und Zeitschriften zur Hand oder drucke dir Fotos aus. Dann schneide Teile davon aus und klebe sie entweder in ein anderes Bild hinein oder auf eine Leinwand oder ein weißes Blatt. Du kannst dem Ganzen eine besondere Note geben, wenn du deine Collage zusätzlich bemalst oder mit einem Schriftzug versiehst.

Sehr wirkungsvoll ist es, wenn du Gegensätzliches miteinander kombinierst – Dinge in einen Zusammenhang bringst, die in der normalen Welt nichts miteinander zu tun haben.

Beispiele für Kombinationsmöglichkeiten

  • Alltag mit Sensationen (Gießkanne und Astronaut beispielsweise)
  • Metall und Holz (U-Boot trifft Wald)
  • Gegenstand und Tier (Ein Hund, der sich mit dem Pinsel im Maul selbst malt…)
  • Müllhalde und sonnenbadende Touristen (ist gleich auch ein bisschen gesellschaftskritisch)
  • Kleine und große Welten (Insekt trifft Menschenwelt). Man kann aber auch einfach die Größen verändern. Warum nicht mal den Menschen das Insekt reiten lassen?
  • Malen / Zeichnen: Ihr könnt nicht nur direkt auf die Collage malen, sondern auch Dinge oder Muster, die ihr oder wer anders geschaffen hat, ausschneiden und aufkleben. Euch sind also keine Grenzen gesetzt!
  • Die Computerfreaks unter euch können Collagen auch digital basteln.

Collage im Homeschooling

Als Homeschooling-Thema bietet sich an, ein Thema als Rahmen zu setzen. Es passen geografische Themen, wie USA, Europa oder ähnliches. Oder auch Themen, wie: Werbung, unbekannte Welten, Witze, komische Tagesthemen, Schule von morgen, seltsame Freunde, ungewöhnliche Speisen …

Als Thema sind aber auch (unfertige) Sätze inspirierend. Beispiel:  Als ich neulich mit meinem Haustier unterwegs war … Ihr glaubt es nicht, was sich gestern auf meinem Teller ereignet hat!

Ich würde mich über die Zusendung eurer Collagen freuen! leinland@ennothek.de

Collagen Fotomaterial: Unsplash.com

Wie findet ihr meine WILDE HILDE?

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