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Leinland-Ideen werden Wirklichkeit

 

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Die Familie Colori ist die wohl bunteste Familie der Welt, oder besser gesagt, der Welten, denn diese Familie lebt in einer Kunstwelt namens Leinland. Jeder der Coloris hat nicht nur eine eigene Farbe oder Form, sondern auch seinen eigenen Kopf und seine ganz eigenen Begabungen und Hobbies. So viele Interessen unter einen Hut zu bringen, ist nicht immer ganz einfach, trotzdem schaffen es die Familienmitglieder immer wieder, Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen. Und wenn einer von ihnen in Gefahr ist, kommen ihm alle anderen zu Hilfe.

Stifetto Colori

Begabter Bleistift mit der Mission zum Zeichnen

An der Akademie der schönen Künste in Florenz / Italien galt der junge Student Stifetto als Ausnahmetalent. Noch heute erzählen Stifettos Freunde gern von dem Moment, als ihr Lehrmeister Professor Capello Stifettos erste Zeichnung sah. Der Professor schritt zwischen den Reihen der Studenten entlang und schaute jedem über die Schulter. Als er zu Stifetto kam, hielt er mitten im Satz inne und hörte augenblicklich auf zu atmen. Seine Augen weiteten sich, als hätte er ein Wunder gesehen.

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Pinsella Colori (geborene Tuschke)

Mutige Wirklichkeitsmacherin mit viel Herz

Pinsella stammt aus einer Großfamilie und musste als älteste der Geschwister schon früh Verantwortung übernehmen. Zwischen Schule, Hausarbeit und Babysitten hatte sie wenig Zeit für ihr großes Hobby, das Malen. Als sie ihre Ausbildung im Büro begann – ihr Vater hatte ihr das nahegelegt –, fühlte sie recht bald, dass dieser Beruf sie nicht erfüllte. In den Sommerferien fuhr sie mit einer Freundin nach Paris. Als Pinsella die vielen Porträtmaler sah, die auf der Straße ihre Dienste anboten, wusste sie sofort, dass sie genau das machen wollte. Kurzerhand kaufte sie sich Papier und Farbe und stellte sich auf die Straße, um die Passanten zu malen. Pinsellas Tuschezeichnungen wurden immer lebendiger – und eines Tages wurde eine ihrer Zeichnungen Wirklichkeit.

Blau

Badekönigin und geschickte Pilotin

Blau war eine richtige Wasserratte, das wurde Pinsella schon beim ersten Baby-Bad klar. Eines Tages machte Blau eine unglaubliche Entdeckung. Die kleine Farbe spielte gerade mit den Seifenblasen in ihrer Wanne, als eine besonders große Blase aufstieg. Blau war begeistert und kam auf die Idee, einfach auf die Blase aufzuspringen, um mitzureisen. Das klappte zwar nicht, aber dafür entdeckte sie, dass sie mit Leichtigkeit viel höher springen konnte als jede Seifenblase fliegen! Von diesem Zeitpunkt an übte Blau nur noch zwei Dinge: Springen und Hüpfen.

Nach ihrem ersten unglaublichen Flug ging bei weiteren Manövern noch einiges zu Bruch, aber Blau verfeinerte ihre Flugtechnik, bis sie mehrere hundert Meter weit fliegen konnte und das sogar mit einem Mitreisenden an Bord.

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Grün

Quirliger Sportler

Kurze Zeit nach Blaus Geburt stellte sich wieder Nachwuchs ein. Es war eine frische und sehr freundliche Farbe. Sie wurde Grün genannt. Grüns Bewegungsdrang war enorm! Er musste auf jeden Stuhl und jeden Tisch klettern. Im Garten hatten es ihm vor allem die Bäume und großen Büsche angetan. Man konnte oft nur am Rascheln der Bäume vermuten, in welchem Baum er gerade hockte. Neben dem Klettern entdeckte er auch den Fußball für sich. Stifetto zeichnete für seinen Sohn einen Ball, den Pinsella mit ihrer magischen Tusche Wirklichkeit werden ließ. Fast jeden Abend spielten sie zusammen, wobei Grün am liebsten im Tor stand. Er gab keinen Ball auf, auch wenn dies bedeutete, sich im hohen Bogen mit dem Gesicht zuerst auf die Erde zu werfen.

Braun

Geduldiger Tierfreund

Einmal, als die Zwillinge Braun und Schwarz in der Wiege lagen, setzte sich ein Vogel ans offene Fenster. Der Vogel begann ganz außergewöhnlich zu zwitschern und zu trällern und Baby Braun ahmte die Töne nach. Von diesem Tage an musizierten die beiden zusammen. Braun entwickelte seine ganz besondere Art, Tieren Beachtung zu schenken. Er redete sanft mit jedem Schmetterling, jeder Maus und jedem Vogel, bis die Tiere sich an ihn gewöhnt hatten und auf ihm herumturnten, als sei er ihr persönlicher Abenteuerspielplatz.

Zu Brauns engsten Freunden zählten neben dem Vogel Musikus bald auch das muntere Eichhörnchen Isabella sowie Waltraud, die schläfrige Fledermaus. Irgendwann begann Braun, Kunststückchen mit seinen Freunden einzustudieren. Nach monatelangem Training erhielten sie stets tosenden Applaus für ihre Darbietungen.

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schwarz

Schwarz

Geschickter Zauberlehrling

In der Zwischenzeit entwickelte der kleine Schwarz eine Vorliebe für die Magie. Nach einem Zirkusbesuch mit Oma Rötel und Opa Griffel stand sein Berufswunsch fest: Zauberer! Oma Rötel nähte ihm zum Geburtstag einen langen Umhang und bastelte einen glänzenden Zauberstab.

Schwarz wurde von Vorstellung zu Vorstellung immer besser. Bald war er so geschickt, dass tatsächlich niemand bemerkte, auf welche Weise Dinge blitzschnell verschwanden. Schwarz konnte sogar Stifettos Taschenuhr, die er in seiner Westentasche trug, vorübergehend in Luft auflösen. Pinsella ertappte sich dabei, wie sie darüber nachdachte, ob Schwarz vielleicht auch für das mysteriöse Verschwinden von Keksen, Schokolade oder Gummibärchen verantwortlich war, die sie vor den Kindern in der Küche versteckte?

Rot

Kreative Erfinderin mit Temperament

Rot war das Genie der Familie, eine Tüftlerin und Bastlerin. Rots Zimmer sah aus wie ein Museum und manchmal wie ein Schrotthaufen. Rot erfand Sachen wie die Zahnpasta-Aufdreh-Maschine, die Schleifen-Schnürhilfe und den Ratzeputz-Radiergummi, der Stifettos Bleistiftstrich tatsächlich vollkommen verschwinden ließ, wofür Stifetto ihr sehr dankbar war.

Statt ihre Eltern zu bitten, ihre Erfindungen zu zeichnen und Wirklichkeit werden zu lassen, hielt sie ihnen nur komplizierte Anleitungen für klitzekleine Einzelteile unter die Nase, deren Bedeutung den Eltern erst klar wurde, nachdem ihre Tochter diese zu einem atemberaubenden Apparat zusammengebaut hatte. Familie Colori war sehr stolz auf ihre erfinderische Künstlerin und benutzte jede Erfindung gerne und mit Überzeugung.

Wenn ein Experiment aber nicht genauso funktionierte wie gedacht, dann fluchte Rot laut und anhaltend mit immer kreativeren Schimpfwörtern. Ihre Haut leuchtete noch röter, ab und an sogar wie eine heiße, züngelnde Flamme.

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lila

Lila

Einfallsreicher Modedesigner

Lila, der nach Rot das Licht der Welt erblickte, liebte schöne Dinge. Besonders die Mode hatte es ihm angetan. Als Kleinkind war es seine Lieblingsbeschäftigung, sich zu verkleiden. Später begann Lila, eigene Kleidungsstücke zu entwerfen. Erst setze er sich neben seinen Vater und erzählte ihm, was er zeichnen sollte. Irgendwann versuchte Lila selbst zu zeichnen, mit seinem Finger auf weißem Papier und es funktionierte erstaunlich gut! Seine Entwürfe hielt er in einem glänzenden Buch fest, das er immer bei sich trug.

Lila war es auch, der für Schwarz einen echten Zylinder für seine Zauberei entwarf. Schwarz war sprachlos, denn dieser Zylinder hatte Geheimfächer und machte die verschiedensten Geräusche, mit denen Schwarz seiner Show Dramatik verleihen konnte.

Orange

Frech, fröhlich und voller Energie

Orange war das freche Früchtchen der Familie. Sie hatte stets diese Art von Überraschungen im Sinn, auf die man eigentlich gerne verzichtete – hätte man die Wahl. Orange wollte niemandem ernsthaft Schaden zufügen, sondern ihre Mitmenschen zum Lachen bringen, ein bisschen erschrecken, verwirren oder in Erstaunen versetzen. Wie eine Schauspielerin oder Geschichtenerzählerin, nur eben durch heimliche Streiche und Überraschungsmomente, wie sie es nannte.

Orange war fröhlich und sehr hilfsbereit, niemand konnte ihr lange böse sein. Als Frühaufsteherin der Familie erwachte sie vor sieben Uhr, auch am Wochenende. Dann weckte sie zuerst Gelb und machte mit ihr gemeinsam das Frühstück, damit die anderen Familienmitglieder schneller in die Gänge kamen. Die Eltern weckte sie manchmal mit einer Tasse frischen Kaffees, die sie ihnen verschmitzt lächelnd ans Bett brachte. Für Pinsella und Stifetto war das ein spannender Moment, denn manchmal war statt Zucker Salz im Kaffee …

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gelb

Gelb

Der Sonnenschein mit der Lizenz zum Verwöhnen

Gelb entpuppte sich schon wenige Tage nach ihrer Geburt als wahrer Sonnenschein. Sie strahlte stets über das ganze Gesicht und steckte alle damit an. Wenn Gelb das Zimmer betrat, hatte man das Gefühl, dass es im Raum heller und freundlicher wurde. Sie hatte die Gabe, Menschen mit ihrer puren Anwesenheit glücklich zu machen.

Gerne half sie ihren Eltern in der Küche und lernte dadurch Kochen. Als sie lesen konnte, begann sie, Rezepte zu studieren und war neugierig, wie dieses oder jenes wohl schmecken würde. Kurzerhand probierte sie es aus, erst mit Hilfe, dann ganz allein. Sie brachte neue Speisen in den Familienalltag und kochte irgendwann nur noch nach Gespür. Alle waren sich einig, dass Karotten noch nie so lecker karottig geschmeckt hatten, Brot noch nie so fluffig war, Auflauf nie so würzig-sahnig und Suppe selten so verführerisch geduftet hatte.

Weiß

Flauschebaby mit Einfühlungsvermögen

Baby Weiß als jüngster Spross war einfach nur süß mit ihren großen Augen und ihrem breiten Lächeln, das stets von einem hellen Glucksen begleitet wurde. Jeder hatte sie gerne, und sie war so flauschig wie ein Wattebäuschchen. Sobald sie ein Familienmitglied mit ihren Patschhändchen zu fassen bekam, drückte sie es ganz fest an sich, denn Kuscheln war ihre ganz große Leidenschaft.

Baby Weiß konnte die Farbe wechseln. Wenn sie etwas traurig machte, wurde sie dunkler, fast grau. Wenn sie aufgeregt war, färbte sich ihr Kopf rosa. Sie nahm die Farbe ihres Gegenübers an, ganz leicht, wie ein zarter Farbschein und auch nur an der Stelle, die ihrem Gegenüber zugewandt war. Die geniale Rot wusste, wofür man diese Gabe verwenden konnte: Wenn die Kinder im Garten Verstecken spielten, nahm sie Baby Weiß auf den Arm und ging beim Suchen langsam mit ihr durch den Garten. Sobald sich die kleine Farbe verfärbte, wusste sie, welches der Geschwister sich in der Nähe versteckt hatte.

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